{"id":238,"date":"2009-03-14T14:30:06","date_gmt":"2009-03-14T13:30:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/?p=238"},"modified":"2009-03-14T14:30:06","modified_gmt":"2009-03-14T13:30:06","slug":"celissas-magierin-der-illusionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/celissas-magierin-der-illusionen","title":{"rendered":"Celissas &#8211; Magierin der Illusionen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/celissas.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-244\" title=\"Magierin\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/celissas.jpg\" alt=\"Celissas\" width=\"200\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/celissas.jpg 200w, https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/celissas-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Langsam kl\u00e4rte sich Celissas Blick. Mit noch ein wenig zusammengekniffenen Augen schaute sie umher. Was sie sah lie\u00df sie stutzen. Sie war mitten in einem Wald. Rasch wischte sie sich \u00fcber die Augen. Aber das Bild blieb bestehen. \u00c4u\u00dferst verwundert betrachtete sie die Umgebung f\u00fcr einige Augenblicke. Mit gewohnter Handbewegung fuhr sie sich \u00fcber die Robe, um ein paar Falten zu gl\u00e4tten. Doch was war das?<br \/>\nIhre Finger blieben h\u00e4ngen. Aus den Gedanken gerissen, schaute sie an sich herunter. Ihre Augen weiteten sich. Die sch\u00f6ne Robe, welche Amtek ihr zu diesem Ritual gegeben hatte. Es war nur noch ein einziger Fetzen. \u00dcberall L\u00f6cher und Brandflecken R\u00f6te schoss ihr ins Gesicht. Wie sollte sie ihm das nur erkl\u00e4ren?<br \/>\nDurch das heulen eines Wolfes wurde sie wieder in die Realit\u00e4t gerissen. Was war geschehen? Wo war sie nur gelandet? Mit einer Mischung aus Neugierde und Nervosit\u00e4t ging sie ein wenig umher. Pl\u00f6tzlich fiel es ihr wie Schuppen von den Augen.<br \/>\nNat\u00fcrlich, es war etwas schief gelaufen. Irgendwie hatte sie diese <strong>wundervolle Illusion<\/strong> geschaffen, anstatt den minderen Geist zu rufen. *kurz kr\u00e4uselt sich ihr kleines Stubsn\u00e4schen* Allerdings hatte sie bereits vor einiger Zeit aufgeh\u00f6rt sich mit dieser Spielart der Magie zu besch\u00e4ftigen. Hastig schritt sie zu einem Baum und fasste ihn an. Verwundert zog sie die Hand zur\u00fcck, und fasste ihn nochmals an. Es bildeten sich kleine Falten auf ihrer Stirn. Materie, es war feste Materie. Seltsam\u2026<br \/>\nLangsam liess sie sich mit dem R\u00fccken zum Baum gewandt nieder. Lange Zeit verhaarte sie so.<br \/>\nEine Illusion\u2026 . Wie erkenne ich eine <strong>Illusion<\/strong>, noch dazu eine so perfekte? Und wenn ja, woher kam sie? Es war viel Seltsames vorgefallen in den letzten Wochen. Das Gleichgewicht war aus den Fugen geraten. Die dunkle Seite gewann \u00fcberhand. Auch die kleinen Strohfeuer, welche das Siegel einleitete, waren ohne Wirkung verpufft. Den H\u00f6hepunkt erreichte die Dissonanz mit der Eroberung des kleinen St\u00e4dtchens Gotara. Riesenratten und Pest\u2026 Noch dazu, die Drachen im Trollager. Waren sie geflohen, oder wurden sie geschickt? Fragen \u00fcber Fragen, aber keine Antworten. Eines machte die ganze Situation aber deutlich. Alles war m\u00f6glich, also wieso nicht auch dieser Effekt. Etwas bereitete ihr allerdings Sorgen. Was wenn sie nicht die Quelle war. Sie war in einem geschlossenen Raum, also musste sie nur vor die Wand laufen, und sie w\u00fcrde sie erkennen. Schnell erhob sie sich und ging Richtung eines pl\u00e4tschernden Baches\u2026<\/p>\n<p>Vorsichtig schritt sie in die Richtung, aus der das pl\u00e4tschern des Baches ert\u00f6nte. Die H\u00e4nde weit vor sich gestreckt. Schlie\u00dflich wollte sie nicht geradewegs vor die Wand laufen, oder gegen eines der kostbaren Instrumente im Labor sto\u00dfen. Es war schon genug schief gelaufen. Immer weiter schritt sie inmitten des Waldes, w\u00e4hrend das pl\u00e4tschern immer n\u00e4her kam.<br \/>\nAber weit und breit kein unsichtbares Hindernis. Nichts war so wie es in einer <strong>Illusion<\/strong> sein sollte. Schwer verwundert und mit leichter Besorgnis im Blick gab sie es auf, nach der Wand oder etwas bekanntem zu Suchen. Dieser Wald war wohl doch Realit\u00e4t Aber wie nur? Wie konnte das geschehen sein? Abrupt stoppte sie, und lehnte sich an einen Baum. In Gedanken versunken, versuchte sie sich an die vergangenen Ereignisse zu erinnern, aber immer noch war alles in ihrem Ged\u00e4chtnis verschwommen und unklar. Nur eines wusste sie genau. Sie hatte keinen Fehler gemacht. Ihr Magen meldete sich nun zu Wort. Ein wenig essen musste her. In dem Bach w\u00fcrde sie schon den einen oder anderen Fisch entdecken, und das fangen sollte dank ihrer magischen F\u00e4higkeiten auch kein Problem darstellen. Schnell schritt sie dem Pl\u00e4tschern entgegen.<br \/>\nAm Fluss angekommen suchte sie eine seichte Stelle am Fluss und stellte sich dorthinein. Immer bereit, den Fisch mit einer gezielten arkanen Attacke au\u00dfer Gefecht zu setzen. Doch als endlich einer in der N\u00e4he war, geschah etwas Seltsames. Anstatt des Gedankenschlages entstand ein helles funkeln \u00fcberall um sie herum. Aufgescheucht verschwand der Fisch wieder.<br \/>\n\u00c4u\u00dferst verbl\u00fcfft \u00f6ffnete sie ihr astrales Auge und suchte das arkane Gewebe nach Ungereimtheiten ab. Aber was sie dort sah erschrak sie zutiefst. Es war v\u00f6llig aus den Fugen geraten. Die geordneten Bahnen des Manaflusses schienen in einem heillosen Chaos zu liegen.<br \/>\nOder war es nur eine andere Ordnung?<br \/>\nM\u00fchsam versuchte sie eine Struktur in das Gebilde zu bekommen. Unz\u00e4hlige Stunden sp\u00e4ter gab sie diese Bem\u00fchungen auf. Nichts war mehr so wie vor dem ganzen Unheil. Mit einem tiefen Seufzer legte sie sich ins feuchte Gras und schaute gen Himmel. Ihr Blick verlor sich in den Sternen, und sie schlief ein.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen erwachte sie fr\u00fch vom Gesang der V\u00f6gel. Wieder ging sie an den pl\u00e4tschernden Bach um sich das Gesicht zu waschen. Doch in dem Augenblick, als sie die H\u00e4nde in das bl\u00e4ulich schimmernde Wasser tauchte, rief der entstehende Strudel ihr die Geschehnisse vor Augen.<br \/>\nAls sie das Ritual in ihrem kleinen Labor nahe Britain vollf\u00fchrte brachte irgendeine Macht das gesamte magische Gef\u00fcge durcheinander. Genau in diesem Moment wurde das Tor, das sie zu einer anderen Welt aufrei\u00dfen wollte, in einen Strudel verwandelt. Einen dunkelblauen, reisenden Strudel, der sie mitten in sich aufnahm. Dann schwanden ihr die Sinne. Er musste sie hierher verschlagen haben. Aber wenn sie es sich recht \u00fcberlegte, war dies wohl ein gl\u00fccklicher Wandel des Schicksals. Britain wurde ja von den feindlichen Linien \u00fcberrollt. So behielt sie zumindest ihr Leben und ihr Wissen, oder was davon noch \u00fcbrig war. Die Rezeptb\u00fccher waren wohl verschwunden, ebenso wie das geheimnisvolle Buch aus den Bibliotheken des Siegels, und ihre Forschungen zu dem \u00dcbersetzungszauber.<br \/>\n<strong>Und ihre Macht als Magierin<\/strong>?<br \/>\nDie w\u00fcrde sie wohl erst wiedererlangen, wenn es ihr gelang sie an die hiesige Struktur des arkanen Gewebes anzupassen. Sie fing also wieder von vorne an\u2026<br \/>\nAls sie fertig war mit ihren \u00dcberlegungen machte sie sich in Richtung der dampfenden Schornsteine, welche zu einer Stadt namens Vesper geh\u00f6rten, um ihr Leben von neuem aufzubauen.<br \/>\nCelissas, einst m\u00e4chtige <strong>Magierin der Illusionen<\/strong> stand vor dem Aus ihrer magischen Kr\u00e4fte. Doch ihr entschlossener Wille die Kraft wieder zu sp\u00fcren und zu leiten, lie\u00df keinen Freiraum f\u00fcr Zweifel. Zeit spielt keine Rolle. Sie wusste, wenn es Ihr gelinge die Kraft wieder zu erlangen, dann k\u00f6nne Sie Ort, Zeit und den Raum wieder selbst bestimmen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/gasthof.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-240\" title=\"Gasthof\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/gasthof.jpg\" alt=\"Gasthof\" width=\"205\" height=\"155\" \/><\/a>Am Horizont strahlte die Sonne \u00fcber die D\u00e4cher Vespers. Celissas n\u00e4herte sich der Stadt. Etwa 20 Mannen hoch ragte das Stadttor in den Himmel und erinnerten an versteinerte Palisaden. Ein W\u00e4chter zu jeder Seite, blickte mit einem Schwert in der Hand jedem Ank\u00f6mmling zu.<br \/>\nOhne Notiz zu nehmen lief Celissas geradewegs zum ersten Gasthof. Die T\u00fcr schien etwas zu klemmen, jedoch lie\u00df sie sich mit einem lauten Krachen \u00f6ffnen. An den W\u00e4nden hingen vereinzelte Laternen mit je einer Kerze. Durch die noch offene T\u00fcr pfeifte ein kr\u00e4ftiger Windzug. Die Kerzen begannen im ganzen Raum wilde Schatten zu erzeugen. Das Licht verdunkelte sich. Celissas warf die T\u00fcr hinter sich zu; sofort erstrahlte der Raum wieder in einem helleren Licht. Hinter dem Tresen stand ein Herr auf. Es mag wohl der Wird des Gasthauses sein dachte sich Celissas &#8220;Ein Zimmer&#8221; sprach sie mit dominanter Stimme.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0 zwei Mondl\u00e4ngen verstrichen \u2013<\/p>\n<p>Die Kerzen verloschen unter einem lauten Zischen. M\u00fcde suchte sie mit dem Blick nach einem offenen Fenster, das f\u00fcr diese Unbequemlichkeit verantwortlich war. Aber kein einziges Fenster war ge\u00f6ffnet. Missmutig begann sie in den weiten Taschen der Robe nach Feuerh\u00f6lzern zu suchen um die Kerzen wieder zu entz\u00fcnden. Doch gerade als sie das H\u00f6lzchen entnommen hatte, flackerten die Kerzen allesamt wieder auf. Mit weit ge\u00f6ffneten Augen starrte sie durch den Raum.<br \/>\nIn den Augenwinkeln sah sie eine Bewegung. Rasch glitt ihr Blick vollends dorthin, nur um sie direkt darauf schreiend das Zimmer verlassen zu lassen. Das gesamte Mobiliar bewegte sich von unsichtbarer Hand.<br \/>\nUm Hilfe rufend eilte sie in das Zimmer der Garde, wo zum Gl\u00fcck Syrox verweilte. Einige Augenblicke nach ihr, betrat auch Voltan mit vertraut verschlafenem Gesicht das Zimmer. Beide starrten sich verwundert an. Hier f\u00fchlte sie sich schon viel sicherer. Das Lachen der beiden verst\u00e4rkte dieses angenehme Gef\u00fchl, das sie umgab. Auch wenn die beiden ihr merkw\u00fcrdiges verhalten augenscheinlich f\u00fcr Tagtr\u00e4umerei hielten und einen Eimer Wasser herbeibeorderten. Kaum war der Eimer da hallte ein weiterer Schrei durch den Raum und man sah eine kleine Mulde in Celissas Robe. Angsterf\u00fcllt rannte sie durch den ganzen Raum, doch \u00fcberall ber\u00fchrte sie etwas, zwickte ihr ins Ohr oder fl\u00fcsterte leise zu ihr. Mit breitem Schmunzeln sahen die beiden anderen dem merkw\u00fcrdigen Schauspiel, bis Syrox ihr grinsend den Eimer \u00fcber den Kopf goss.<br \/>\nNass bis auf die Haut stand Celissa nun vor ihnen und ein leises, kindliches aber durchaus freundliches Kichern hallte durch den Raum. Pl\u00f6tzlich jedoch stand eine Art Gnom vor ihnen. Mit einem erleichterten Seufzer nahm sie zur Kenntnis, dass es sich um ein kleines schm\u00e4chtiges Wesen handelte, kaum einen halben Schritt gro\u00df, dass sie alle mit einem neckischem Grinsen bedachte. Er stellte sich mit dem Namen &#8220;Zewaris&#8221; vor und kuschelte sich in die weiten Falten ihrer Robe.<br \/>\nEin verhaltenes G\u00e4hnen war zu vernehmen und sowohl Syrox als auch Voltan verabschiedeten sich in Richtung Bett. Danach unterhielt sich Celissa noch ein Weilchen mit Zewaris, bis dieser ebenso unerkl\u00e4rlich verschwand, wie er gekommen war\u2026<\/p>\n<p>Die Sonne war schon lange am Himmel versunken, als ein leichtes Zupfen an ihrer Robe sie aus ihren Gedanken riss. Sekunden sp\u00e4ter erschien das kleine Gesicht des Kobolds auf ihrer Schulter und grinste sie unternehmungslustig an. Schon bald darauf fanden sie sich vor der Mine in Gotara wieder. Zewaris gedachte sie mit seiner Gesellschaft zu beehren. Aber das Gl\u00fcck schien den Bergarbeitern hold zu sein. Denn sie hatten bereits ihr Tagewerk vollbracht und schienen einen gem\u00fctlichen Abend fernab der Minen zu genie\u00dfen. Sichtlich entt\u00e4uscht schlenderte der kleine Kobold aus der Mine zur\u00fcck. Aber so konnte er wenigstens ein wenig von dem Glitzernden Erz aus ihren Truhen stehlen. M\u00fchselig balancierte er \u00fcber die Esse und kletterte durch das Fenster. Unter lautem poltern und \u00e4chzen kam er mit einem bronzenen Schwert wieder. Voller Stolz legte er es vor Celissa auf den Boden. Nach kurzer Diskussion \u00fcber Sinn und Unsinn von menschlicher Arbeit und dem damit verbundenen Verdienst brachte der Kobold das Schwert schmollend wieder zur\u00fcck. Aus Langeweile begann er dann mit ein paar magischen Spielereien, welche sie schier in Staunen versetzten. Neugierig wie der kleine nun mal war, wollte er auch ein paar Zaubereien von ihr sehen. \u00c4u\u00dferst verwundert stellte er fest, dass sie nicht einmal die <a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/drache.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-241\" title=\"Drache\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/drache.jpg\" alt=\"Drache\" width=\"200\" height=\"243\" \/><\/a>&#8220;Einfachsten&#8221; Tricks beherrschte. Weder einen Unsichtbarkeitszauber, noch einen einfachen Teleportations-Zauber. Schmunzelnd wollte Zewaris ihr dann ein bisschen Magie zeigen und beide machten sich auf den Weg zum Meer. Aber schon nach ein paar Schritten keuchte der kleine Kobold schwer. Auf einmal begann er v\u00f6llig unkoordiniert mit den Armen zu schlagen und sich zu kreiseln. Leichter Nebel breitete sich aus und ein starker Wind kam auf. Sch\u00fctzend hielt sie die Arme vors Gesicht. Als der Wind wieder verschwand schaute sie schnell nach Zewaris. Mit einem entsetzten Aufschrei taumelte sie zur\u00fcck und stolperte \u00fcber eine Wurzel, w\u00e4hrend der riesige Drachenkopf sich \u00fcber sie beugte und mit einem breiten Grinsen verk\u00fcndete, das er nun weiterfliegen wollte, weil ihm die F\u00fc\u00dfe wehtaten. Erleichtert stand sie wieder auf und folgte ihm ein paar Schritte. Missbilligend sah Zewaris sie an und forderte sie ebenfalls auf zu fliegen. Nachdem sie auch das nicht konnte wandte er sich nur Kopfsch\u00fcttelnd ab.<\/p>\n<p>Einige Schritte sp\u00e4ter nahm Celissa eine seltsame Ver\u00e4nderung ihrer selbst wahr. Verwundert beschaute sie an sich herab. Ihr gesamter K\u00f6rper war in Nebel eingeh\u00fcllt. Sie begann schnell zu wachsen und konnte schon bald von oben auf das Rathaus schauen. Kleine Schuppen \u00fcberzogen ihre Haut. Und immer noch Wuchs sie. Ihre Kleidung hing nur noch in Fetzen an ihr herab, w\u00e4hrend gro\u00dfe Klauen ihre H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe ersetzten. Ein unglaubliches Gef\u00fchl von Macht durchstr\u00f6mte ihren K\u00f6rper. Und eine unglaubliche N\u00e4he zur Magie. Sie f\u00fchlte sich wie eins mit dem arkanen Chaos, das fr\u00fcher einmal das Gewebe gewesen war. Nur einige Augenblicke sp\u00e4ter erhoben sich die beiden unter lautem Getose und zogen mit weit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln majest\u00e4tisch ihre Runden \u00fcber die Stadt. Bald war Gotara kaum mehr als ein winziger Punkt auf der kleinen Halbinsel. Nicht mehr als Stecknadelgro\u00df. Es war ein Atemberaubender Augenblick. Leider dr\u00e4ngt Zewaris sie schon wieder zum Boden zur\u00fcckzukehren. Langsam und vorsichtig, und wohl auch ein wenig tapsig landete sie neben ihm und stolperte sodann von einem leisen kichern begleitet in das Gestr\u00fcpp der Uferb\u00f6schung. Derweil schritt Zewaris hinunter, und zeigt ihr seine Spielkameraden. Das einzige was sie daran hinderte zu fl\u00fcchten war das Bewusstsein, das selbst diese m\u00e4chtigen Wasserelemente sie in diesem K\u00f6rper kaum antasten konnten. Nur der schm\u00e4chtige kleine Kobold verfuhr mit ihnen, wie es ihm beliebte. Er spritzte solange mit ihrem Wasser herum, bis sie seine Gr\u00f6\u00dfe hatten. Und keine ihrer Bewegungen deuteten auch nur den Hauch einer aggressiven Handlung an. Celissa neuer K\u00f6rper erm\u00f6glichte ihr, neben dem Betrachten des Geschehens ebenso mit ihren Gedanken \u00fcber hunderte anderer Dinge nachzudenken. Eine davon waren die Geschehnisse seit der missgl\u00fcckten Beschw\u00f6rung. Noch nie hatte sie sich dem arkanen Strom so nahe gef\u00fchlt wie in diesem Augenblick. Langsam verstand sie das Wesen des Gewebes\u2026 die Ver\u00e4nderung wurde ihr bewusst\u2026die Struktur wurde ihr immer klarer. Doch Zewaris musste bemerkt haben, wie sie anderen Gedanken nachhing. Nur eine kleine Handbewegung und sie kauerte in ihrer menschlichen Gestalt vor ihm. Entsetzt starrte sie vom err\u00f6tenden Kobold auf ihren entbl\u00f6\u00dften K\u00f6rper. Hastig warf sie sich eine zerkn\u00fcllte Robe \u00fcber den K\u00f6rper, doch als sie wieder aufschaute war der kleine Kobold wie vom Erdboden verschluckt.<br \/>\nNachdenklich kehrte sie nach Gotara zur\u00fcck. Zu kurz hatte sie die Struktur erkennen k\u00f6nnen, doch w\u00fcrde es ihr sicher helfen wieder zu ihrer alten Macht\u00a0 zur\u00fcckzufinden.<\/p>\n<p><em>La\u00eathyra 25.07.2002 &#8211;<strong>Magierin<\/strong> &#8211; Fallen Lands<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als sie das Ritual in ihrem kleinen Labor nahe Britain vollf\u00fchrte brachte irgendeine Macht das gesamte magische Gef\u00fcge durcheinander. Genau in diesem Moment wurde das Tor, das sie zu einer anderen Welt aufrei\u00dfen wollte, in einen Strudel verwandelt. Einen dunkelblauen, reisenden Strudel, der sie mitten in sich aufnahm. Dann schwanden ihr die Sinne.<br \/>\nUnd ihre Macht als Magierin?<br \/>\nDie w\u00fcrde sie wohl erst wiedererlangen, wenn es ihr gelang sie an die hiesige Struktur des arkanen Gewebes anzupassen. Sie fing also wieder von vorne an\u2026<br \/>\nAls sie fertig war mit ihren \u00dcberlegungen machte sie sich in Richtung der dampfenden Schornsteine, welche zu einer Stadt namens Vesper geh\u00f6rten, um ihr Leben von neuem aufzubauen.<br \/>\nCelissas, einst m\u00e4chtige Magierin der Illusionen stand vor dem Aus ihrer magischen Kr\u00e4fte. Doch ihr entschlossener Wille die Kraft wieder zu sp\u00fcren und zu leiten, lie\u00df keinen Freiraum f\u00fcr Zweifel. Zeit spielt keine Rolle. 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