{"id":255,"date":"2009-03-21T01:58:25","date_gmt":"2009-03-21T00:58:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/?p=255"},"modified":"2009-03-21T02:15:26","modified_gmt":"2009-03-21T01:15:26","slug":"legende-der-carankara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/legende-der-carankara","title":{"rendered":"Legende der C&#8217;arank&#8217;ara"},"content":{"rendered":"<h4>Die Legende der C&#8217;arank&#8217;ara<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/maerchenwald.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-258\" title=\"Lindor Wald\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/maerchenwald.jpg\" alt=\"Lindor Wald\" width=\"303\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/maerchenwald.jpg 303w, https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/maerchenwald-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><\/a>Die Welt steht im st\u00e4ndigen Wandel. Leben entsteht und Leben vergeht, Berge wachsen aus dem Boden oder werden von den Naturgewalten gest\u00fcrzt; wo vor Jahren gro\u00dfe Ebenen waren, befinden sich Meere; wo einst Quellen entsprangen und Fl\u00fcsse flossen, sind W\u00fcsten, leer und tot.<br \/>\nDoch all dies geschah nicht von alleine, sondern wurde geschaffen und geformt von den gro\u00dfen Wesen, alten Patronen aus vergangenen \u00c4onen, die stets auf das Land blicken und dar\u00fcber wachen.<br \/>\nSie waren es, die durch ihr Zusammenspiel die Welt erschufen, Berge wachsen lie\u00dfen, Meere f\u00fcllten oder gar Erbautes wieder zerst\u00f6rten.<br \/>\nAlte Aufzeichnungen besagen, dass auch sie es sein werden, die die Erde einst wieder in ihren Urzustand versetzen. Jedoch wird nicht beschrieben, wann dies sein wird&#8230;<\/p>\n<p>Genannt werden sie auch die gro\u00dfen Sechs, W\u00e4chter der Elemente, Wesen von gro\u00dfer Kraft, die sich jedoch im Verborgenen halten und ihr Anblick war nur sehr wenigen Sterblichen erlaubt gewesen.<br \/>\nDie Vorfahren der Menschen gaben ihnen Namen und diese wurden seither immer wieder \u00fcberliefert und somit nie vergessen.<br \/>\nSo waren die gro\u00dfen Sechs unter den Namen Erendor, Patron des Windes; Findolar, Patron der Wasser; Kastaron, Patron des Feuers; Eglareth, Patron der Erde; Diere, Patronin des Lichtes und Moander, Patron der Schatten, bekannt und verehrt.<\/p>\n<p><strong>Viele Sagen und Legenden<\/strong> erz\u00e4hlen von den Patronen, von ihrem Auftritt und ihrem Einfluss in den Landen.<br \/>\nIn dieser Geschichte soll \u00fcber Moander und C&#8217;arank&#8217;ara berichtet sein, denn durch sie kam es zum Fall des Schlosses Kazhal und der Verw\u00fcstung des Landes Lindor.<\/p>\n<h4>Moander<\/h4>\n<p>Sowie der Tag und die Nacht ihre Bahnen ziehen, die Welt in Licht und Dunkelheit tauchen, so spiegelt sich dies <strong>im Kampf Moanders<\/strong> und Dieres wieder. So h\u00fcllen Dieres Strahlen die Weil in ein warmes, helles Licht, doch verschlingt Moanders Finsternis diese nach einiger Zeit und legt einen dunklen, kalten Schleier \u00fcber sie hinweg.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft, <strong>Moander<\/strong> soll, unerkannt im Schutze seiner Dunkelheit, vor vielen Jahrhunderten eine Kreatur erschaffen haben, welche unsichtbar und fast lautlos durch die Nacht wandert und weder Tier noch Mensch in Ihrer Lust des Mordens, ihrer Gier nach Blut und Fleisch, verschont.<br \/>\nDer Neid Moanders auf die V\u00f6lker der Welt lie\u00df seine Grausamkeit, seine Eifersucht, seinen Wunsch nach Zerst\u00f6rung und Tod in dieses Gesch\u00f6pf einflie\u00dfen und belebte es mit einem inneren Hass und der Gier nach Macht und Mord.<br \/>\nSo wurde ein Wesen in die Welt gesetzt, welches die Dunkelheit n\u00e4hrt, jedoch das Lichte an ihm zehrt und das den Schrecken der Nacht mit sich brachte.<\/p>\n<p>Mit seinen schwarzen, ovalen Augen war es in der Lage jeglichen Lichtstrahl in der Dunkelheit aufzusaugen und in der Finsternis seines Herzens zu verschlingen. Seine Glieder, best\u00fcckt mit feinen, doch festen Schuppen lie\u00dfen es geschmeidig und flink durch Wald und Feld ziehen, und somit seine Opfer mit Leichtigkeit jagen.<br \/>\nSein Haupt, \u00fcberzogen mit dunklen harten Stacheln, wies an einer Mund\u00f6ffnung, verborgen hinter feinen St\u00fccken seiner Haut, scharfe, graue Fangz\u00e4hne auf, die es tief in das Fleisch seiner Opfer bohrte und sie t\u00f6tete.<br \/>\nMit seinen d\u00fcnnen, aber starken Beinen, die drei mal paarweise aus seinem Rumpf ragten, war es in der Lage, sich flink zu bewegen und seine Opfer nach ihrer Hoffnungslosen Flucht zu umschlingen, um ihren Leibern dann in ihrer Todesangst die Seele zu entrei\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Gestalt dieses Wesens war unbekannt bei den Menschen, denn kein Lebender von ihnen bekam es je zu Gesichte und war in der Lage, davon zu berichten. Versuche, dieses Ding zu fangen oder gar zu t\u00f6ten schienen vergebens, und viele Krieger lie\u00dfen bei den erfolglosen Unterfangen ihr Leben, denn das Monster lauerte ihnen allen auf.<\/p>\n<p>Seither f\u00fcrchten die Menschen die Nacht und schlie\u00dfen sich in ihren H\u00e4usern ein, immer in der Angst vor dem unsichtbaren Grauen. Oft berichteten sie sich, einen dunklen Schatten gesehen zu haben, der in der Dunkelheit, suchend, durch die Stra\u00dfen schlich&#8230;<br \/>\nIhre Hoffnung lag bei Diere, auf dass ihr Licht das Monster vertreibe und die Menschen aus ihren H\u00e4usern befreie, sobald der Tag anbrach. Die <strong>Legende um C&#8217;arank&#8217;ara<\/strong>, dem Schrecken der Nacht, so wie sie dieses Monster nannten, war geboren und seither in jeder Generation weitergegeben und gef\u00fcrchtet&#8230;<\/p>\n<h4>Orks<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/orks.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-260\" title=\"Orks\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/orks.jpg\" alt=\"Orks\" width=\"260\" height=\"179\" \/><\/a>Nachrichten \u00fcber dieses dunkle Wesen verbreiteten sich anfangs wie ein Lauffeuer in alle Lande.<br \/>\nSelbst im Verborgenen lebende V\u00f6lker f\u00fcrchteten sich vor ihr, denn sobald Diere ihr Licht preisgab, verkroch sich C\u2019arank\u2019ara in <strong>dunklen H\u00f6hlen<\/strong> oder Spalten und f\u00fchrte dort ihre Machenschaften fort.<br \/>\nSo kam es, dass sie immer \u00f6fter die unendlich weiten H\u00f6hlen des Berges Caras aufsuchte, denn die H\u00f6hleng\u00e4nge gingen bis weit in das Herz des Berges hinein und kein Lichtstrahl Dieres konnte diese Finsternis durchdringen.<br \/>\nDie in den H\u00f6hlen lebenden Kreaturen, gr\u00f6\u00dftenteils <strong>Orks<\/strong>, fingen mit der Zeit an, C&#8217;arank&#8217;ara zu verehren. Sie fingen Tiere, Menschen oder andere Wesen, die sie ihr opferten, damit sie wohlgestimmt war und ihre eigenen Gesellen nicht ermordete. Selbst die gro\u00dfen Schamanen unter ihnen schworen ihr die Treue und dienten ihr lange Zeit als ihre Untergebenen.<br \/>\nSie sahen in ihr eine m\u00e4chtige Verb\u00fcndete, aber auch einen tief gehassten Feind.<br \/>\nViele Jahrhunderte lie\u00df <strong>C&#8217;arank&#8217;ara die Orks<\/strong> f\u00fcr sich arbeiten, Waffen schmieden oder tiefe und gro\u00dfe Hallen unter den Berg graben, aufdass sie dort vor Tagesanbruch in ihr eigenes Reich zur\u00fcckkehren konnte.<\/p>\n<p>Einige Jahrhunderte lang blieb das Versteck C\u2019arank\u2019aras unbemerkt bei den Menschen von Lindor.<br \/>\nSie glaubten, das unbekannte Grauen ziehe sich in die Finsteren Abgr\u00fcnde zur\u00fcck, aus denen man vermutete, dass sie stammte. Somit blieb ihr Versteck in den Bergen lange Zeit verborgen.<\/p>\n<h4>K\u00f6nig Thargelion<\/h4>\n<p>Die Menschen blieben in all der Zeit dennoch sehr stark auf der Hut. Selbst tags\u00fcber wurde die Anzahl der Wachen im Lande Lindor und vor allem in seinem Schloss Kazhal stark erh\u00f6ht. <strong>K\u00f6nig Thargelion<\/strong> und seine Gemahlin, K\u00f6nigin Erindia, die im vierten Jahrhundert nach C\u2019arank\u2019aras Erscheinen herrschten, waren um das Wohl ihres Volkes sehr besorgt. Sie wuchsen mit den grausamen Geschichten \u00fcber die Taten des mordenden Ungeheuers auf und in ihren Herzen brannte, wie bei vielen anderen auch, ein gro\u00dfer Hass gegen sie.<\/p>\n<p>Besonders gro\u00dfe Sorgen machten ihnen die Kinder, ihre eigenen und die ihrer engen Verwandten und Freunde. Denn sie waren es, die die n\u00e4chste Generation darstellten und ihr Bestehen in den Landen sicherten.<br \/>\nDas K\u00f6nigspaar besa\u00df zwei Kinder, Herondur und Eridala, die von der Amme Kilia gro\u00dfgezogen wurden, nach den Sitten und Regeln, die ihnen ihr K\u00f6nigshaus vorgab.<\/p>\n<p>Besonders Herondur und Eridala war es untersagt, die sicheren Mauern des Schlosses, noch kurz vor Dieres Verschwinden hinter den s\u00fcdlichen Gebirgen, zu verlassen \u2013 die Furcht vor dem unbekannten Monster war zu gro\u00df.<br \/>\nIn Herondur wuchs jedoch mit zunehmendem Alter das Verlangen, die Welt im Schleier der Nacht zu durchlaufen und all die Gesch\u00f6pfe zu entdecken, die des Nachts aus ihrem Schlaf erwachen.<br \/>\nDem K\u00f6nigspaar war dieser Wunsch bekannt, jedoch war die Liebe zu ihren Kindern zu gro\u00df, als dass sie ihren Sohn gehen lassen wollten, und so schlossen sie ihn in der Zeit Moanders ein.<br \/>\nMit gro\u00dfem Widerstreben lie\u00df sich Herondur dies eine Weile gefallen, doch es erh\u00f6hte jedoch umso mehr dieses Verlangen in ihm, und er beschloss fort zu gehen.<\/p>\n<h4>K\u00f6nig und seine Suche<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/koenig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-262\" title=\"koenig\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/koenig.jpg\" alt=\"koenig\" width=\"172\" height=\"250\" \/><\/a>So gerieten Thargelion und Erindia in gro\u00dfe Sorge, als Herondur eines Abends nicht in den Mauern des Schlosses aufzufinden war. Sie beauftragten die mutigsten M\u00e4nner durch Abgabe von hohen Goldsummen, ihren Sohn trotz der eintreffenden Nacht zu suchen und ihn zur\u00fcck ins Schloss zu bringen. Ihre Angst galt dem leben ihres Sohnes, denn sie wussten, C\u2019arank\u2019ara w\u00fcrde diese Nacht erneut auf ihre Beutez\u00fcge gehen und ihn finden, selbst, wenn er versuche, sich zu verstecken.<\/p>\n<p>Die Nacht wurde schlaflos f\u00fcr das K\u00f6nigspaar und selbst vor Sonnenaufgang kam keine Nachricht von den M\u00e4nnern zur\u00fcck.<br \/>\nUmso mehr achteten sie nun auf ihre Tochter, die zur\u00fcckgeblieben war und ihrem Bruder nicht folgte, und hofften auf Berichte der Suchenden \u2013 jedoch vergebens.<br \/>\nViele Tage lang kam weder eine Meldung, noch ein Zeichen der M\u00e4nner, die Thargelion und Erindia losgeschickt hatten.<br \/>\nJedoch brach kurze Zeit sp\u00e4ter im Lande gro\u00dfe Furcht aus, als einige Holzarbeiter im naheliegenden Wald die \u00dcberreste dieser M\u00e4nner fanden.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nig Thargelion<\/strong> wollte das Schicksal seines Sohnes nicht mehr in die Hand anderer legen und beschloss, trotz der Bitten seiner Frau, zu warten, selbst nach seinem Sohn, seinen Thronfolger, zu suchen.<br \/>\nSo ritten er und einige Krieger im Schutze Dieres durch das Land und suchten und riefen nach Herondur, jedoch bekamen sie keine Antwort.<br \/>\nSie durchquerten Wald und Feld und gelangten zum s\u00fcdlichen Gebirge des Caras und seinen unendlichen H\u00f6hlen.<br \/>\nIn diesen Gegenden, so wusste man, hausten die Orks und \u00fcberfielen und t\u00f6teten passierende H\u00e4ndler oder Reisende. Jedoch wichen die Orks vor ihnen zur\u00fcck und blieben im Verborgenen, denn C\u2019arank\u2019ara wusste bescheid vom K\u00f6nig und seiner Suche.<br \/>\nSie fand gefallen daran das Leid und den Schmerz Thargelions f\u00fchlen zu k\u00f6nnen und so beschloss sie, sich zu erkennen zu geben, um diese Qualen mit ihren pechschwarzen, gro\u00dfen, ovalen Augen aufzunehmen und sich daran zu erg\u00f6tzen.<br \/>\nWie ein Fl\u00fcstern in seinem Ohr folgte <strong>der K\u00f6nig<\/strong> mit seinen Mannen ihrer Stimme, die er als einziger von seinen Begleitern vernahm und so gelangten sie zu einer gro\u00dfen tiefen H\u00f6hle. Wie von einem Zauber gefesselt betrat er sie und ging \u00fcber vom glei\u00dfenden Lichte Dieres in die Finsternis C\u2019arank\u2019aras.<br \/>\nSeinen M\u00e4nnern ordnete er an, im Licht zu warten, denn die Stimme befahl es ihm.<\/p>\n<h4>H\u00f6hlen Labyrinth des Caras<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/labyrinth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-261\" title=\"labyrinth\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/labyrinth.jpg\" alt=\"labyrinth\" width=\"225\" height=\"190\" \/><\/a>Mit jedem Schritt in die H\u00f6hle wurde sein Herz schwerer und sowohl Angst, als auch Gewissheit breiteten sich in ihm aus. Die Dunkelheit verschlang nun fast jeglichen Lichtstrahl Dieres und Thargelion blieb stehen. Er sp\u00fcrte, dass er nicht allein in der H\u00f6hle war und kniff die Augen zusammen, in die Dunkelheit starrend.<br \/>\nEin leichtes Zischen hallte immer wieder von der H\u00f6hlenwand zu ihm. Thargelions Atem wurde heftiger und er griff zu seinem Schwert, zog es jedoch nicht aus der Scheide.<br \/>\nSeine, trotz des Alters sehr guten Augen verrieten ihm zwei wie Obsidiankristalle gl\u00e4nzenden Ellipsen in der Dunkelheit, die auf ihn gerichtete waren.<br \/>\nEtwas schien ihn anzuziehen, jedoch konnte er widerstehen und sein Blick f\u00fchrte stets geradeaus in die Leere.<\/p>\n<p>Die zwei Augen schienen langsam n\u00e4her zu kommen und Thargelion konnte f\u00fchlen, dass dieses Wesen bei jedem Schritt in Richtung des Lichtes, gro\u00dfe Schmerzen versp\u00fcrte.<\/p>\n<p>Langsam jedoch wurden aus den anf\u00e4nglichen Zischger\u00e4uschen deutlich werdende Worte, die Thargelion vernahm. Dieses Wesen schien zu ihm zu sprechen:<br \/>\n&#8220;Ich habe gewusst, dass du herrrkommen w\u00fcrrrdest!&#8221; , hallte es durch den Gang.<br \/>\n&#8220;Du hast mich gef\u00fchrt, so scheint mir das Bild nun klarer zu werden&#8221;, entgegnete Thargelion und sprach weiter, &#8220;Wer bist du, Wesen von finsterer Gestalt? Mein Herz empfindet gro\u00dfen Hass gegen dich, doch gib dich zu erkennen!&#8221;<br \/>\nEin leichtes Glitzern in den Augen des Monsters schien aufzuleuchten und sich dann wieder auf Thargelion zu richten, gefolgt von einem weiteren Zischen:<br \/>\n&#8220;Einen Namen habt ihrrr mirrr l\u00e4ngst gegeben. Gef\u00fcrrrchtet werrrde ich von Mensch und Tierrr. Selbst deine Angst kann ich verrrnehmen, denn Geschichten errrz\u00e4hlt ihrrr euch \u00fcberrr mich.&#8221;  Das Wesen unterbrach sich und ein lauter werdendes Knurren folgte, dass daraufhin erneut in ein Zischen \u00fcberging.<br \/>\nSchreie hallten daraufhin von drau\u00dfen einher und das Wiehern von Pferden verstummte genau so schnell, wie es begann&#8230;<\/p>\n<p><strong>Thargelion<\/strong> blickte in das grelle Licht des H\u00f6hleneinganges und wandte sich, in gro\u00dfer Wut, um und sprach leise: \u201eC\u2019arank\u2019ara\u201c, er stockte, \u201eWesen der Finsternis, die wir dich Jahrhunderte lang f\u00fcrchteten. Wesen, das unsere Herzen mit Angst erf\u00fcllt und ebenso Hass entflammt. Deine Taten sollen nicht von Dauer mehr sein, denn deine Werke sind die des B\u00f6sen!\u201c<br \/>\nC\u2019arank\u2019ara blieb still und schien f\u00fcr einen Moment vor Thargelion zur\u00fcckzuweichen, denn sie konnte in sein Herz schauen und mit ihm f\u00fchlen. Sie wusste, dass er in seinem Hass und seiner Wut, seiner Lust all ihre Taten zu r\u00e4chen, gro\u00dfe Kr\u00e4fte aufbringen k\u00f6nne.<br \/>\nThargelions gezogenes Schwert reflektierte das einfallende Licht und leuchtete in einem grellen gl\u00e4nzenden Wei\u00df auf, gest\u00e4rkt durch seine innere Kraft.<br \/>\nDoch wandte sie ihre List an und traf Thargelion, wo er am verwundbarsten war.<br \/>\nAus den Tiefen des Dunklen schien ein St\u00fcck gl\u00e4nzenden Stoffes vor Thargelions F\u00fc\u00dfen zu fliegen.<br \/>\nEs trug das <strong>Wappen des K\u00f6nigs<\/strong> und alle Ungewissheit des K\u00f6nigs l\u00f6ste sich, wie ein vergehender Nebel in seinem Geiste auf.<\/p>\n<p>Ein gewaltiger Schrei, ein Laut unb\u00e4ndiger schmerzen, gefolgt von einem heftigen Zischen, durchfuhr das <strong>H\u00f6hlenlabyrinth des Caras<\/strong>, doch die Schreie waren nicht die Thargelions&#8230;<br \/>\nIn seinem Hass, seiner Verzweiflung und in seiner Un\u00fcberlegtheit sprang er mit dem glei\u00dfenden Schwert auf das Monster zu und stach in sein Auge. Das einstige Glitzern darin verschwand und wurde von dunklen Tropfen entrinnender Fl\u00fcssigkeit gen Boden getragen, wo es verblasste.<\/p>\n<p>C\u2019arank\u2019ara wich zur\u00fcck und verschwand in der Dunkelheit.<br \/>\nDer innere Schmerz Thargelions war enorm und nur mit gro\u00dfer M\u00fche trat er langsam zur\u00fcck ins Licht.<br \/>\nDer blutbefleckte Boden und seine verstorbenen Mannen schienen seinem Schmerz nicht vergr\u00f6\u00dfern zu k\u00f6nnen und so ging er allein den Berg Caras hinab in Richtung des Schlosses, verschont von den versteckten Orks, die durch den Schmerzensschrei dieser Bestie eingesch\u00fcchtert und staunend im Verborgenen blieben.<br \/>\nOhne Pferd dauerte die reise einige Tage, doch C\u2019arank\u2019ara verkroch sich auch des Nachts in ihrer H\u00f6hle, um die Wunden zu versorgen und ihren gr\u00f6\u00dfer werdenden Hass gegen die Menschen Lindors zu n\u00e4hren.<\/p>\n<h4>&#8220;Krieger und Magier des Landes&#8221;<\/h4>\n<p>Die Nachricht um den verstorbenen Prinzen und der Kreatur verbreitete sich im ganzen Land. Jedoch war die Trauer um den K\u00f6nigssohn gr\u00f6\u00dfer als die Berichte, das Monster sei verwundet worden und in dem einem Kampfe vom K\u00f6nig besiegt.<br \/>\nC\u2019arank\u2019ara blieb die folgenden Jahre in ihren Dunklen Hallen und kam nicht eineinziges mal im Schutze Moanders hinaus und so genoss sie eine gute Heilung ihrer Wunde.<br \/>\nAuf ihren Befehl hin fingen die Orks nun an, sich auf einen von ihr befohlenen Angriff vorzubereiten.<br \/>\nDer Verlust ihres Auges durfte nicht unges\u00fchnt bleiben&#8230;<\/p>\n<p>Die K\u00f6nigin wurde nach der Kunde \u00fcber ihren Sohn sehr krank und der innere Schmerz und die Verzweiflung lie\u00dfen keine Genesung erreichen. Selbst die besten Heiler des Landes, selbst Magie konnte nicht helfen und sie verstarb ebenso schnell, wie ihr Sohn verschwand.<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig war nun alleine mit seiner Tochter und er suchte Rat bei Freunden und Verwandten.<br \/>\nDer Tod zweier aus ihrem Geschlecht musste ger\u00e4cht werden.<\/p>\n<p>So geschah es, dass der K\u00f6nig sowohl <strong>Krieger als auch Magier des Landes<\/strong> zusammenkommen lie\u00df, um zu beraten. Darunter auch der 8 j\u00e4hrige Xyron und sein Lehrmeister Zaranthur.<br \/>\nSie wurden aus dem Nachbarlande Eldarion gerufen, wo sie zusammen in der einstigen Akademie von Ellthor lebten und lernten. Xyron wurde dort in sehr fr\u00fchem Alter von seinen Eltern ausgesetzt, denn sie f\u00fcrchteten sich vor ihm und seinen F\u00e4higkeiten. So nahm ihn Zaranthur auf und umsorgte ihn, wie einen Vater und begann ihn in den Gefilden der <strong>Magie<\/strong> zu unterrichten.<br \/>\nNun war ihr neues zu Hause im Schloss des K\u00f6nigs, wo Xyron seine restliche Kindheit verbrachte.<br \/>\n\u00dcber die Ereignisse, die sich im Laufe der Jahre Abspielten, soll in dieser Geschichte nicht berichtet werden, sondern sie werden ein eigenes Kapitel umfassen.<\/p>\n<p>Thargelion befahl nun den Schmieden des Landes R\u00fcstungen und Schwerter anzufertigen, aber auch <strong>Krieger auszubilden<\/strong>, die gegen dieses Monster k\u00e4mpfen sollten.<br \/>\nSo vergingen viele Jahre und sowohl die Menschen, als auch C\u2019arank\u2019ara, gen\u00e4hrt von Hass gegen Thargelion, machten sich bereit, einen Angriff zu starten.<br \/>\nDie Magier fingen an nach weiteren Formeln zu forschen, die im Kampfe gegen dieses Biest von gro\u00dfen nutzen sein k\u00f6nnten und Xyron erhielt in den weiteren Jahren seine Ausbildung.<\/p>\n<p>Die Stunde eines gro\u00dfen Krieges stand nun in greifbarer N\u00e4he und viele Angriffe der Orks wussten die Menschen bereits zu zerschlagen, doch in ihrem Hass hielten sie sich lange zur\u00fcck, denn der Angriff sollte gelingen.<\/p>\n<p>Die Zeit r\u00fcckte n\u00e4her, dass der <strong>K\u00f6nig an der Spitze seines Heeres<\/strong> ausreiten wollte, um dem Schrecken ein f\u00fcr alle Male ein Ende zu setzen, denn Seine Wut lie\u00df sein Schwert immer wieder in sein gl\u00e4nzendes Wei\u00df aufleuchten und er wusste, es war eine t\u00f6dliche Waffe gegen das Biest.<br \/>\nJedoch sollte es nicht zu dem Geplanten Angriff kommen, denn es kam die Letzte Nacht, von der \u00fcber die Menschen in Lindor berichtet wird. C\u2019arank\u2019ara und ihr Heer waren bereit&#8230;.<\/p>\n<h4>Elend der Menschen<\/h4>\n<p>Moanders Schatten war in dieser Nacht besonders dunkel und tr\u00fcgerisch. Eine dichte Wolkendecke verhinderte jeglichen Hauch von Licht, das aus der gro\u00dfen Leere des Himmels auf die Erde h\u00e4tte fallen k\u00f6nnen. So schritt C\u2019arank\u2019ara an der Spitze eines gewaltigen Heeres von Orks durch das Land und verw\u00fcstete alles, was ihr in den Weg kam und t\u00f6tete in ihrem Wahn, gef\u00fcllt vom Hass und dem Schmerz um den Verlust ihres Auges, der Wut und dem Verlangen Rache zu \u00fcben, alles Leben und gleichsam taten es die Orks, Kreaturen jeglicher Art gnadenlos abzuschlachten.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Entfernung im Lande wurde mittels der Magie der Schamanen, die unter dem dunklen Grauen noch viel m\u00e4chtiger wurden, mit Leichtigkeit \u00fcberwunden und ihre Zauber erh\u00f6hten die Geschwindigkeit des Heeres f\u00fcr eine Weile um ein vielfaches.<br \/>\nSo Hinterlie\u00df das Heer eine Landschaft des Entsetzens, eine tiefe Wunde in der Natur, ein lebloses Land, voller Tod und Zerst\u00f6rung. Sie pl\u00fcnderten, mordeten und steckten vieles in Brand, das ihren Weg kreuzte.<br \/>\nDas Licht des Feuers wurde jedoch von Moander selbst in dieser Nacht verdunkelt, sodass die Menschen in Unwissenheit blieben&#8230;<\/p>\n<p>So begann das <strong>Elend der Menschen<\/strong>, als sie die ersten St\u00e4dte erreichten.<br \/>\nSie schrieen vor Verzweiflung, vor Angst um ihrem Leben und vor Schmerz.<br \/>\nDas Feuer zehrte an den H\u00e4usern und in seinem Lichte h\u00e4uften sich die Berge der Toten. Die Orks verfielen in einen wahren Blutrausch und selbst C\u2019arank\u2019ara lie\u00df ihrer Lust freien Lauf und genoss es, die wimmernden Opfer vor ihrem Tod zu foltern und zu qu\u00e4len, bevor sie sie von ihren Schmerzen erl\u00f6ste.<br \/>\nSo zogen sie eine der gr\u00f6\u00dften Blutspuren durch das Land hinter sich her und vernichteten alles auf ihrem Weg, der sie immer weiter in Richtung des Schlosses f\u00fchrte.<br \/>\nC\u2019arank\u2019ara hatte ein Ziel und sie w\u00fcrde es in dieser Nacht erf\u00fcllen, ehe Diere hinter dem \u00f6stlichen Grenzen erwacht.<br \/>\nNach unz\u00e4hligen Minuten und <strong>Stunden des Grauens<\/strong> erreichten sie das Schloss und Moander gab seinen dunklen Schleier, den er \u00fcber sie legte, auf und sie wurden entdeckt&#8230;<\/p>\n<h4>Furcht und Panik im Thronsaal<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/festungssturm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-259\" title=\"Festungssturm\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/festungssturm.jpg\" alt=\"Festungssturm\" width=\"250\" height=\"156\" \/><\/a>Auf den Zinnen des Schlosses brach eine gro\u00dfe Unruhe aus. Sp\u00e4her erblickten das gro\u00dfe Heer, das sich an der Westseite des Schlosses aufstellte <strong>und die Belagerung begann<\/strong>.<br \/>\nDie Meldungen verbreiteten sich im Schloss wie eine Flut. Die M\u00e4nner wurden aus dem Schlaf gerissen und machten sich f\u00fcr einen Kampf bereit. Frauen und Kinder wurden in geheime G\u00e4nge gebracht, wo man sie in Sicherheit glaubte.<br \/>\nSowohl Krieger, als auch Gelehrte und Magier eilten zum K\u00f6nig um in der Stunde der Not eine L\u00f6sung zu suchen. Ihre Gedanken befassten sich mit Flucht, Kampf oder List, mit der sie die Gegner aufhalten oder gar bis zum Morgen ablenken wollten, denn sie erhofften sich von Diere Hilfe.<\/p>\n<p>Doch jegliche \u00dcberlegung war vergebens. Mit der Macht von C\u2019arank\u2019ara und der Kraft der Schamanen stie\u00dfen die Orks ein Loch in die Mauern des Schlosses. Verzweifelt versuchten die Wachen die Eindringlinge aufzuhalten, doch die Gier nach Blut und der Trieb zum Morden von C\u2019arank\u2019ara war ihnen weit \u00fcberlegen.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe Panik und Furcht<\/strong> breitete sich im <strong>Thronsaal<\/strong> aus und die Anwesenden, unter ihnen ebenfalls Xyron, wussten in der Stunde keinen Rat. Die Schreie der Menschen und die Kampfrufe der Orks drangen durch die G\u00e4nge des Schlosses. Sie verriegelten die Tore des Thronsaales in der Hoffnung, etwas Zeit zu gewinnen, doch C\u2019arank\u2019aras Rache wartete nicht.<br \/>\nSo zerbrachen die Tore in gro\u00dfen St\u00fccken und gaben den Weg frei. Hinein trat ein schier pechschwarzes Wesen, dass die Anwesenden durch sein erz\u00fcrntes Auge erfasste.<\/p>\n<p>In dem Gang hinter den Toren ert\u00f6nte das Geschrei der Frauen und M\u00e4dchen und viele Orks verschleppten sie. Der Grausamkeit der schwarzen Bestie sollte in dieser Stunde keiner entkommen und so ersp\u00fcrte sie die Angst der Frauen und M\u00e4dchen und lie\u00df ihr Versteck enttarnen.<br \/>\nUnter ihnen waren auch Eridala und Kilia und in dieser Stunde entflammte erneut die Wut in Thargelion, dessen Namen sie in ihrer Todesangst riefen.<\/p>\n<p>Er zog sein <strong>gl\u00fchendes, wei\u00dfes Schwert<\/strong> und sprang vor zu C\u2019arank\u2019ara, sodass sie sich nun erneut gegen\u00fcber standen, jedoch war in dem erhellten Thronsaal das Licht auf Thargelions Seite.<br \/>\nDer Anblick seiner schreienden Tochter, dem einzigen Menschen seiner Familie, den er noch hatte, lie\u00df ihn in eine Raserei verfallen und nun stellte er sich C\u2019arank\u2019ara auf leben und Tod.<br \/>\nSeine Schreie wiesen den Anderen sich zur\u00fcck zu ziehen, um einen Ausweg zu suchen. Thargelion jedoch sah keinen Sinn mehr darin sich zu verstecken, um vielleicht alleine bis ans Ende seiner Tage irgendwo in Sicherheit zu leben. Sein Schicksal schien nun bestimmt durch die ges\u00fchnte Rache oder das Wiedersehen mit seiner Familie im Jenseits.<\/p>\n<p>Die restlichen Anwesenden verschwanden in die hinteren Gem\u00e4cher und suchten Rat. Thargelion und C\u2019arank\u2019ara waren nun allein im Thronsaal, dessen Luft vor Anspannung geladen war.<\/p>\n<h4>Feuer in Thargelions Herzen<\/h4>\n<p>C\u2019arank\u2019ara richtete ihr Auge auf das gl\u00e4nzende Schwert, der Waffe, die ihr so viel Schmerz und Leid gebracht hatte. Langsamen Schrittes ging sie jedoch in Ehrfurcht zur\u00fcck und stie\u00df ein lautes Zischen durch die Halle, dass einem das Herz zum Stillstand bringen k\u00f6nnte. Doch Thargelions Entschlossenheit und Wut widerstand ihr.<br \/>\nEr umfasste das Schwert mit beiden H\u00e4nden und schritt auf das schwarze, spinnenartige Wesen zu. Je n\u00e4her er ihr kam, desto st\u00e4rker schien das Schwert in seinem Rausch und seiner Rachsucht aufzuleuchten.<br \/>\nC\u2019arank\u2019ara wich jedoch geschickt seinen ersten Angriffen aus und sie wechselten somit die Positionen.<br \/>\nF\u00fcr <strong>Thargelion<\/strong> z\u00e4hlten die umliegenden Geschehnisse nicht mehr, weder die Schreie der Menschen, noch die Orks brachten seinen Blick von ihr ab. Hinter seinem R\u00fccken sammelten sich an den Toren zum Thronsaal einige Orks, die jedoch auf C\u2019arank\u2019aras Befehl hin im Hintergrund blieben. An ihrer Front stand Nagash Gorombragh, der \u00e4lteste und m\u00e4chtigste Schamane unter ihnen, und gest\u00fctzt auf seinen Stab hielt der die Orks hinter sich zur\u00fcck und musterte ebenfalls das Geschehen.<\/p>\n<p>So begann ein langer und atemberaubender Kampf, der selbst bei den Orks gro\u00dfen Eindruck hinterlie\u00df.<br \/>\nDie Entschlossenheit Thargelions lie\u00dfen in ihm gro\u00dfe Kr\u00e4fte aufrufen und er f\u00fcgte C\u2019arank\u2019ara erneut starke Wunden auf ihren Gliedern zu. So geschickt sie auch war, die Raserei Thargelions lie\u00df ihn sein Schwert ebenso hurtig f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das Gehjubel der Orks war gro\u00df, denn sie standen sowohl auf Thargelions, als auch auf C\u2019arank\u2019aras Seite. Egal wie der Kampfe ausgehen mochte, sie w\u00fcrden dennoch als Sieger triumphierend die Ruinen des Schlosses verlassen.<\/p>\n<p>In Thargelion sah sie den st\u00e4rksten und m\u00e4chtigsten Gegner, der ihr jemals vor ihre schwarzen Augen gekommen war. Ihre Wunden waren gro\u00df und ihr dunkles Blut befleckte die prachtvollen Teppiche des Bodens und lie\u00dfen gro\u00dfe L\u00f6cher darin entstehen.<br \/>\nDoch so sehr das <strong>Feuer in Thargelions Herz<\/strong> brannte, es war nicht seine Bestimmung oder lag in seiner Macht, die Schreckensherrschaft C\u2019arank\u2019aras zu beenden.<br \/>\nSo wurden schlie\u00dflich die Hallen von den Schmerzensschreien Thargelions, dem letzten aus dem K\u00f6nigsgeschlechte Lindors, erf\u00fcllt, als C\u2019arank\u2019ara in einem Moment der Unachtsamkeit ihm mit ihren scharfen Krallen die Hand mit dem Schwerte vom K\u00f6rper schnitt und es zerbrechend zu Boden fiel.<br \/>\nUnd so verstummten die Schreie letztlich auch, als sie ihn mit ihren Klauen umschlang und langsam, genie\u00dfend, ihre gro\u00dfen Z\u00e4hne in sein Fleisch bohrte und er daraufhin elendig verstarb.<\/p>\n<h4>Blutdurstige Orks<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/ork.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-264\" title=\"Ork\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/ork.jpg\" alt=\"Ork\" width=\"230\" height=\"281\" \/><\/a>Das Gehjubel der Orks war gro\u00df und so stark, dass es ebenfalls in die hinteren Zimmer zu den restlichen Menschen drang. In ihren Herzen stieg gro\u00dfer Schmerz auf, denn sie wussten, dass C\u2019arank\u2019ara siegte.<\/p>\n<p>Dutzende von lauten Schritten durchliefen nun den Thronsaal, um auch die letzten \u00dcberlebenden zu finden.<br \/>\nLautes Grunzen und Klirren von Schwertern kam immer n\u00e4her. Die Menschen f\u00fchlten, dass ihre Chancen auf \u00dcberleben gering war, doch die Magier wussten Rat.<br \/>\nSo vereinigten sie ihre Kraft und lie\u00dfen einen glei\u00dfenden Energieball in ihrer Mitte entstehen, der jedoch den Orks mit seinem Lichte den Weg wies und so fanden sie zu den Fl\u00fcchtenden.<br \/>\nDie erfahrendsten <strong>Krieger und einige der Magier<\/strong> lieferten sich mit vielen Orks einen blutigen Kampf, der f\u00fcr beide Seiten viele Verluste herbeif\u00fchrte.<br \/>\nDer Raum wurde von einem verbrannten Geruch der gl\u00fchenden Feuerb\u00e4lle der Magier durchzogen. Die Orkmassen schienen schier unendlich zu sein und immer wieder kamen sie durch die engen G\u00e4nge hineingerannt, bereit zum Kampfe.<\/p>\n<p>So geschah es, dass Zaranthur, Xyrons Meister, von Nagash in einem Duell durch ein Messer im Hinterhalt schwer verletzt wurde. Xyron eilte daraufhin, ungeachtet des Kampfgeschehens, zu ihm und sein Meister und Ziehvater verlor daraufhin in seinen Armen das Bewusstsein und Xyron glaubte es w\u00e4re der Tod seines Meisters.<br \/>\nGro\u00df war sein Zorn und in seiner Wut und dem Hass, der in ihn aufkam, schritt er auf den sich am\u00fcsierenden Nagash zu. In Seinen H\u00e4nden haltend die glei\u00dfende Kraft des Feuers und so f\u00fcgte er Nagash gro\u00dfe Verbrennungen zu.<\/p>\n<p>Doch es geschah, woran in diesen K\u00e4mpfen keiner der Fl\u00fcchtenden gedacht hatte. C\u2019arank\u2019ara erschien, scheinbar erholt von dem Kampfe, in den Toren und zerst\u00f6rte deren Seiten, die nun genug Platz f\u00fcr sie freigaben.<br \/>\nDieser Moment lie\u00df viele der K\u00e4mpfenden unachtsam werden und die <strong>Orks erschlugen<\/strong> daraufhin viele von ihnen. Die Anzahl der \u00dcberlebenden war schwindend gering. Die Anwesenheit C\u2019arank\u2019aras gab ihnen die Gewissheit, sie w\u00fcrden den n\u00e4chsten Tag nicht mehr erleben.<\/p>\n<p>Nun gab es keinen Ausweg mehr, denn die einzigen Tore zu diesen Gem\u00e4chern waren durch die Orks verschlossen&#8230;<\/p>\n<p>Sofort wichen die Orks auf ihren Befehl zur\u00fcck und C\u2019arank\u2019ara dr\u00e4ngte sich nach vorn und blickte zischend zu den Anwesenden und den Toten auf dem Boden. Der Moment sollte ihr allein geh\u00f6ren.<br \/>\nSchnell wie ein Schatten visierte sie ihr erstes Ziel unter den \u00dcberlebenden an und genauso schnell hatte sie es mit ihren Z\u00e4hnen durchbohrt.<\/p>\n<p>Ihre Mordlust und die Befriedigung der Rache lie\u00dfen sie diese letzten Momente auskosten.<br \/>\nDas Schicksal der Anwesenden war besiegelt und somit ermordete sie einen nach dem anderen.<\/p>\n<p>Das Gl\u00fcck war ihnen zu ihrer letzten Stunde fern, aber dennoch lie\u00df es sie nicht im Stich.<br \/>\nErwachend in seinen letzten Atemz\u00fcgen, sich windend vor Schmerz, nutzte Zaranthur seine letzte Energien und erschuf einen Riss in der Zeitebene. Wie ein Sog schienen f\u00fcr einige Momente gro\u00dfe Kr\u00e4fte die Anwesenden hineinzuziehen. Doch dies sollte C\u2019arank\u2019ara nicht aufhalten. So schnellte sie zu dem blutenden Mann und entriss seinem K\u00f6rper ebenso die Seele und er verstarb daraufhin.<br \/>\nAuch Xyron blieb von ihr nicht verschont und somit t\u00e4tigte er im gro\u00dfen Schmerz seinen letzten Atemzug, bevor sich seine Augenlieder schlossen&#8230;<\/p>\n<p>Doch die Kraft Zaranthurs \u00fcberlie\u00df ihre K\u00f6rper nicht den <strong>blutdurstigen Orks<\/strong> und so wurden ihre leblosen K\u00f6rper hineingesogen und das Tor schloss sich hinter ihnen&#8230;<\/p>\n<p>Die Mauern des Schlosses fielen in dieser Nacht, denn die tobenden Orkhorden rissen alles nieder und pl\u00fcnderten sowohl die Schatzkammern, als auch die gelagerten Vorr\u00e4te und verschwanden.<br \/>\nAls die glei\u00dfenden Strahlen Dieres den Tag brachten, hatten sich die Orks und C\u2019arank\u2019ara in ihre H\u00f6hlen zur\u00fcckgezogen. Ein grauenvoller Anblick lie\u00df sich \u00fcber die ehemaligen L\u00e4ndereien von Lindor nieder. Das land war verw\u00fcstet und zerst\u00f6rt&#8230;<\/p>\n<p>In den Geschichten wird es nun das Land des Todes genannt, denn seither wurde dort kein weiteres Leben gesichtet, kein Lebender wagte sich zu den Zeiten hinein und selbst die Natur begann nicht sich zu erholen.<br \/>\nC\u2019arank\u2019ara hatte gesiegt&#8230;<\/p>\n<h4>Vernebelte Bilder<\/h4>\n<p>Gro\u00dfe Schmerzen \u00fcberkamen seinen K\u00f6rper. Hastig holte er einige Atemz\u00fcge und rang nach Luft.<br \/>\nEr \u00f6ffnete seine Augen und erblickte einen dunklen Raum um sich herum. Er konnte eine dunkel gekleidete Person erkennen, die ihm den R\u00fccken zugewandt hatte.<\/p>\n<p>Mit vernebelten Blicken, durch die Kraft eines Wesens, erhob er langsam seinen Oberk\u00f6rper und starrte auf die Person. Staunend blickte er an seinem K\u00f6rper hinab, denn er glaubte C\u2019arank\u2019ara habe ihn sein Leben genommen. Doch dem war nicht so. Die dunkel gekleidete Person drehte sich daraufhin um und begann zu sprechen:<br \/>\n<strong>&#8220;Du bist also erwacht&#8221;<\/strong>, sprach sie zu Xyron&#8230;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/thargelion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-266 alignnone\" title=\"Thargelion\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/thargelion.jpg\" alt=\"thargelion\" width=\"230\" height=\"220\" \/><\/a><\/p>\n<p><em><strong>Xyron de Sare<\/strong> &#8211; Fallen Lands<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gestalt dieses Wesens war unbekannt bei den Menschen, denn kein Lebender von ihnen bekam es je zu Gesichte und war in der Lage, davon zu berichten. Versuche, dieses Ding zu fangen oder gar zu t\u00f6ten schienen vergebens, und viele Krieger lie\u00dfen bei den erfolglosen Unterfangen ihr Leben, denn das Monster lauerte ihnen allen auf.<\/p>\n<p>Seither f\u00fcrchten die Menschen die Nacht und schlie\u00dfen sich in ihren H\u00e4usern ein, immer in der Angst vor dem unsichtbaren Grauen. Oft berichteten sie sich, einen dunklen Schatten gesehen zu haben, der in der Dunkelheit, suchend, durch die Stra\u00dfen schlich&#8230;<br \/>\nIhre Hoffnung lag bei Diere, auf dass ihr Licht das Monster vertreibe und die Menschen aus ihren H\u00e4usern befreie, sobald der Tag anbrach. Die Legende um C&#8217;arank&#8217;ara, dem Schrecken der Nacht, so wie sie dieses Monster nannten, war geboren und seither in jeder Generation weitergegeben und gef\u00fcrchtet&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2281,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[35,30,36,34],"class_list":["post-255","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magier","tag-konig","tag-krieger","tag-legende","tag-orks"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2281"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=255"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":276,"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255\/revisions\/276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}