{"id":47,"date":"2009-02-06T23:53:42","date_gmt":"2009-02-06T22:53:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/?p=47"},"modified":"2009-02-14T10:02:59","modified_gmt":"2009-02-14T09:02:59","slug":"rascaroth-trazzak-heerfuhrer-und-erste-ritter-des-ordens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/rascaroth-trazzak-heerfuhrer-und-erste-ritter-des-ordens","title":{"rendered":"Rascaroth Trazzak &#8211; Heerf\u00fchrer und Erste Ritter des Ordens"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/paladin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-50\" title=\"Paladin\" src=\"https:\/\/www.fallen-lands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/paladin.jpg\" alt=\"Paladin\" width=\"190\" height=\"253\" \/><\/a>Die Morgend\u00e4mmerung hatte schon begonnen, die Schatten der Nacht zu vertreiben und wiedermals das Land im kalten, \u00f6den Herbstschein erstrahlen zu lassen.<br \/>\nDen Weg hinauf zwischen den Feldern der gro\u00dfen Stadt trappelte ein einsames Pferd mit seinem Reiter, denn keine Menschenseele war bisher weit und breit zu sehen. Die Gestalt, geh\u00fcllt in eine pr\u00e4chtige R\u00fcstung, verdeckt vom goldbraunen Umhang, welchem man das launische Wetter nur allzu gut ansah, hielt die Z\u00fcgel locker in der Hand und die Augen waren halb geschlossen. Es wirkte, als w\u00fcrde der Reiter auf seinem Pferd schlafen k\u00f6nnen.<br \/>\nNach einigen Minuten des Halbschlafes, als <strong>Rascaroth<\/strong> ein kleines W\u00e4ldchen erreichte und sich Schatten \u00fcber seine Augen senkte, schaute er wiederholt auf und liess seinen pr\u00fcfenden Blick durch das Gel\u00e4nde schweifen. Es war wie immer. Trist und \u00d6de verlief das Leben hier, es wirkte wie ein sich immer wiederholender Tag, welcher nie ein Ende zu haben schien.<\/p>\n<p>Kurzzeitig, als ein lautes Knurren aus dem Geb\u00fcsch ert\u00f6nte und eine Bande von 3, scheinbar noch allzu jungen Orken heraussprang, war seine Aufmerksamkeit von der ewigen Langeweile abgelenkt und behende, ohne ein Wort zu verlieren, fand die mit der rechten Hand gef\u00fchrte Lanze \u00fcberraschend sein erstes Ziel, bevor die stumpfsinnigen Orken reagieren konnten, und die linke Hand holte zu einem Schlag mit dem Bastardschwert aus, wonach der zweite Orken fiel. Zu allerletzt fl\u00fcchtete der \u00fcbrig gebliebene und zweifelsohne sehr \u00fcberraschte Ork zur\u00fcck in die B\u00fcsche. Doch ein Wurfdolch fand auch ihn.<\/p>\n<p>Der Ritt f\u00fchrte sich durch die endlosen Schleifen der kargen Zeit weiter.<br \/>\n&#8220;Normalerweise war so fr\u00fch am Morgen solch eine Waffen\u00fcbung nicht n\u00f6tig&#8221; sagte sich Rascaroth mit einem spitzb\u00fcbischen L\u00e4cheln auf den Lippen, welches sein von Sorgenfalten zerfurchtes Gesicht direkt um einige Jahre j\u00fcnger wirken liess.<br \/>\nNach all den Schlachten und Scharm\u00fctzeln gegen die Orken, wusste er, dass nichts gegen sie helfen w\u00fcrde, ausser sie zu bek\u00e4mpfen. H\u00e4tte er den Ork ziehen lassen, h\u00e4tte er sich an dem n\u00e4chsten Wandersmann vergriffen. Doch der Weg zum ewigen Frieden konnte nicht ohne das schnell gef\u00fchrte Schwert erreicht werden. Ein leichter k\u00fchler Herbstwind setzte ein und striff lose, braun vergilbte Bl\u00e4tter aus den B\u00e4umen, welche dann in einem berauschendem Tanz gen Boden fielen.<br \/>\nNachdem Rascaroth sich eine Haarstr\u00e4hne aus dem Gesicht gepustet hatte, und sein Blick weiter der monotonen Landschaft folgte, dieser schier endlosen Stra\u00dfe auf seinem treuen Pferd, so wusste er doch, dass er jedesmal wieder in der Hauptstadt des K\u00f6nigreiches ankommen w\u00fcrde. Jedesmal w\u00fcrde er wieder zur gro\u00dfen, stolzen Feste seines Ordens zur\u00fcckkehren, die <strong>Ritter<\/strong> im Kampf unterweisen, wie sie selbst es dann den Knappen zu zeigen hatten. Die allw\u00f6chentlichen Gro\u00df\u00fcbungen mit allen k\u00e4mpfenden Mitgliedern des Ordens versammelt, w\u00fcrde er aus schlichter Routine leiten, obwohl ihm seine fehlende Begeisterung nicht anzumerken war, machte er sich ja mit scheinbar gro\u00dfen Eifer an diese Aufgabe.<br \/>\nAnschliessend w\u00fcrde der Segen gesprochen werden und der <strong>Orden<\/strong> w\u00fcrde, in Kompanien unterteilt, einen Ausritt durch das Land unternehmen, er selbst mit dem jungen Ordensf\u00fchrer Kaladesh Androsian an seiner Seite.<br \/>\nEr wusste schon vollends, wie diese Woche verlaufen w\u00fcrde, und es schien ihn allm\u00e4hlich anzuwidern, diese schlichte, triste Welt, in dem der Kampf gegen das B\u00f6se obwohl vermehrter Anstrengungen keine Fortschritte nahm und alles im ewigen Gleichgewicht zu liegen schien, nur zeitweise langte das Chaos mit seinen Armen nach der Herrschaft, um das Land durch seine grausigen Truppen zu ergreifen, doch immer wieder blockten sie ab, immer mit mehr Eifer, immer mit weniger Erfolg.<br \/>\nDas erste Mal seit Jahren w\u00fcnschte Rascaroth sich Taten. Taten, welche ihn aus diesem Trott herausheben w\u00fcrden und ihn der Wirklichkeit ausliefern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Viele Jahre lebte er nun hier auf diesen Inseln, seine Kraft wuchs immer noch stetig, aber langsamer wie zuvor. Er erinnerte sich daran, wie er einst in den staubigen B\u00fcchern Randals oben auf dem Dachboden der Bibliothek bl\u00e4tterte, wo Randal ihm versuchte, die Welt zu erkl\u00e4ren. Doch erst sp\u00e4ter erkannte Rascaroth, dass auch Randal an dieser Aufgabe gescheitert war. Viele Freunde, an deren Seite er stand, fand er im Verlauf seines Lebens und auch jetzt schon st\u00e4rkte Rascaroth sich mit dem Schwert, doch wusste er nicht, dass es sp\u00e4ter so wichtig werden w\u00fcrde, dies einzusetzen. Visionen traten zu dieser Zeit ein, Visionen, dass er noch eine Rolle spielen w\u00fcrde im Verlauf dieser Welt, irgendwo, wenn auch nicht hier. Etwas dunkles sp\u00e4hte durch ihn, fasste Pr\u00e4senz von ihm, etwas altbekanntes, und es liess sich nur durch ein Wort beschreiben: Furcht.<br \/>\nDie Zeit kam, als die meisten seiner Freunde, dem <strong>Orden<\/strong> der dunklen Templer, sich voneinander abwandten und ihren eigenen Weg gingen.<br \/>\nNur zu Thandor hielt <strong>Rascaroth<\/strong> noch viel Kontakt, oft zogen sie gemeinsam durch die Lande um sich mit vereinter Kraft dem B\u00f6sen entgegenzustellen. Dann wurde er gerufen. Seine Hilfe wurde ben\u00f6tigt. Das Heimatland, dessen Erbe er war, schrie nach ihm, denn Randal hatte sich abgewandt von dem Land, das er einst rettete.<br \/>\nZusammen mit den mutigsten M\u00e4nnern des Landes, unter anderem seinen Freunden Thandor und auch dem F\u00fchrer der ehemaligen dunklen Templer, Larken, machten sie sich auf dem Weg, dem b\u00f6sen entgegenzustellen.<br \/>\nViele Gefahren durchstanden sie, doch sie besiegten den F\u00fcrsten der D\u00e4monen, wenn auch auf eine Weise, die ihnen nicht bekannt war.<br \/>\nAus Rascaroths Auge kullerte eine Tr\u00e4ne langsam die Wange hinunter, wusste er doch, was aus Runin geworden war, und um was ihn sein Volk gebeten hatte, einen Gefallen, dem er nicht nachkam und weswegen viele der stolzen Menschen seines Landes fallen mussten.<br \/>\nEr ging trotz der Bitte zu bleiben, zur\u00fcck gen der Inseln, um auch dort dem Land zu ewigem Frieden zu verhelfen und so trat er der K\u00f6niglichen Garde bei.<br \/>\nR\u00fccken an R\u00fccken standen er und Thandor oft im Land, die grausigen Schatten, welche versuchten Besitz von allem zu ergreifen, zu vertreiben, zwei Meister des Schwertes, welche sich perfekt in den Kreuzungen und Wirbeln ihrer Klingen zu erg\u00e4nzen schienen.<br \/>\nThandor selbst wurde gro\u00dfer Paladin, Diener des h\u00f6chsten Gottes Arazels, nicht ohne einen gro\u00dfen Preis zu zahlen; denn er lag nach einer Wunde viele Wochen im Bett und drohte zu sterben. Seine Freunde, Rascaroth sowie die ehemaligen Templer wachten Tag um Tag an seinem Bett.<\/p>\n<p>Eine Zeit kam, wo sein Volk nach ihm ruf und er wurde viele Jahre K\u00f6nig Runins, das B\u00f6se wich aus dem Land, regierte er doch g\u00fctig, doch mit eiserner Faust forschte er nach dem B\u00f6sen und versuchte es auszurotten, nicht bemerkend, dass es sich in seiner N\u00e4he befand. Und als er dem Thron seinem besten Freund Torkas \u00fcbergab, bemerkte er zu sp\u00e4t, dass dieser eine Maske des B\u00f6sen zu sein schien und sich ewige Dunkelheit \u00fcber Runin senkte.<br \/>\n<strong>Rascaroth Trazzak<\/strong> selbst schien auch an Macht hinzu zu gewinnen, so trat er dem Orden der Morgend\u00e4mmerung bei und alsbald war er der <strong>Heerf\u00fchrer und Erste Ritter des Ordens<\/strong>.<br \/>\nEine neue Generation schien heranzuwachsen, auch stolze M\u00e4nner erf\u00fcllten das Land, doch alle mit dem Makel des einen behaftet, dem Makel ein Mensch zu sein und das stolze Blut ihrer Erben verd\u00fcnnte sich immer mehr.<br \/>\n<em>&#8220;die Alten&#8221;<\/em> zogen sich zur\u00fcck, nur noch selten sah Rascaroth Thandor, Larken oder sonstige seiner Freunde, waren sie doch des K\u00e4mpfens m\u00fcde.<br \/>\nEin tiefer Seufzer lang \u00fcber Rascaroths Lippen, als er sich der alten Zeiten erinnerte. Nicht leichter als diese, doch gab es immer wieder Momente, in denen man wusste, dass es sich lohnte daf\u00fcr zu leben.<br \/>\nDieses Gef\u00fchl hatte er nicht mehr. Schon gar nicht mehr, nachdem er wusste, dass die Geister Runins nach ihm forschten und ihn zur Rechenschaft ziehen wollten. Er war nicht l\u00e4nger der Erbe des K\u00f6nigs und der Blutlinie Atic\u00e2lrons, des guten, hatte ihn seine Schw\u00e4che doch verraten. W\u00e4hrend Rascaroth dahinritt, merkte er gar nicht, wie sich die T\u00fcrme der Feste langsam aus dem ewigen Nebel der Welt hervorzuheben schienen, kalt und eisern hafteten sie in dieser Landschaft, schienen nicht einnehmbar und eine St\u00fctze des Volkes zu sein; aber auch sie waren behaftet mit dem Makel, dem Makel, dass auch sie eines Tages die Arme des Chaos verschlingen werden.<\/p>\n<p><em>Rascaroth Trazzak 03.08.2002<\/em> &#8211;<em> <strong>Fallen Lands &#8211; Ultima Online<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzzeitig, als ein lautes Knurren aus dem Geb\u00fcsch ert\u00f6nte und eine Bande von 3, scheinbar noch allzu jungen Orken heraussprang, war seine Aufmerksamkeit von der ewigen Langeweile abgelenkt und behende, ohne ein Wort zu verlieren, fand die mit der rechten Hand gef\u00fchrte Lanze \u00fcberraschend sein erstes Ziel, bevor die stumpfsinnigen Orken reagieren konnten, und die linke Hand holte zu einem Schlag mit dem Bastardschwert aus, wonach der zweite Orken fiel. Zu allerletzt fl\u00fcchtete der \u00fcbrig gebliebene und zweifelsohne sehr \u00fcberraschte Ork zur\u00fcck in die B\u00fcsche. 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